Roter Riesling

Roter Riesling

Die rote Variante des Weißen Rieslings und von diesem nur durch die Beerenfarbe unterscheidbar. Alle anderen Eigenschaften entsprechen denen des Weißen Rieslings. Die Weine sind weiß, höchstens gelegentlich ein Hauch von Lachsrosa erkennbar, wie auch bei Ruländer. Ansonsten entsprechen die Weine mit ihrer frischen fruchtigen Art völlig denen des Weißen Rieslings.
Die Sorte ist ein anschauliches Beispiel der großen genetischen Variation zwischen und innerhalb von Rebsorten.

Synonyme:
Piros Raijna, Piros Rizling, Rajnai Rizling Piros, Riesling Rouge, Risling Kranyi, Roszas Rizling, Ryzlink Cerveny, Ryzlink Rynsky

Herkunft:
Von einem Riesling mit roten Beeren wurde auch in der älteren Literatur schon berichtet. Auch bei anderen Sorten, wie dem Silvaner gibt es Farbvariante, bei den Burgunder-Sorten sind sogar alle drei Typen mit blauen, roten und weißen Beeren im Anbau.

Es darf angenommen werden, dass viele traditionelle Sorten einmal als rote oder blaue Form als Zufallskreuzung entstanden sind und die weiße Variante erst später durch eine Mutation entstanden ist. Die genetische Variation deutet zumindest beim Spätburgunder in diese Richtung. Vermutlich wurden die verschiedenen Farbvarianten auch neben einander angebaut und zusammen geerntet. Erst durch die Einzelstockvermehrung der Klonenzüchtung verschwanden die Farbspielarten aus den Weinbergen.

Zur Zeit nicht in allen Weinbaugebeiten zum Anbau zugelassen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Geisenheimer Bericht Band 67

 

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